Spargelsaison startet mit höheren Preisen durch gestiegene Lohn- und Energiekosten
Emma GüntherAsparagusernte beginnt - Bauern erwarten steigende Preise - Spargelsaison startet mit höheren Preisen durch gestiegene Lohn- und Energiekosten
Spargelsaison in Rheinland-Pfalz hat begonnen – doch im Süden hält sich die Aktivität noch in Grenzen
Während Bauern im Norden sich auf eine spätere Ernte vorbereiten, könnte der beliebte Spargel in diesem Jahr aufgrund steigender Kosten und Lohnerhöhungen teurer werden.
Bisher begünstigte gutes Wetter das Wachstum, doch größere Mengen werden erst ab April in den Handel kommen. Traditionell beginnen die Lieferungen aus Niedersachsen und Rheinland-Pfalz Mitte bis Ende April, während Baden-Württemberg und Bayern erst ab Mai in die Vollproduktion gehen.
Da der Anbau vollständig von Saisonkräften abhängt, spielen die Lohnkosten eine entscheidende Rolle. Der Mindestlohn in Deutschland stieg in diesem Jahr auf 13,90 Euro pro Stunde und wird 2027 weiter auf 14,60 Euro angehoben. Zusammen mit den stark gestiegenen Energiekosten dürften diese Faktoren die Spargelpreise in die Höhe treiben.
Die Preisgestaltung hängt von Ertrag, Qualitätsklasse und Betriebskosten ab – allesamt von der Lohnerhöhung betroffen. Zwar sind die genauen Verbraucherpreise noch unklar, doch die Landwirte rechnen mit Steigerungen. Im vergangenen Jahr lag der Kilopreis für weißen Spargel zu Saisonbeginn bei 9 bis 13 Euro und sank bis zur Mitte der Saison um etwa 20 Prozent. In diesem Jahr könnten die Anfangspreise zwischen 8 und 12 Euro liegen und bis Juni auf 4 bis 6 Euro fallen.
Die Ernte läuft bereits an, doch bis der Markt vollständig versorgt ist, werden noch Wochen vergehen. Die höheren Kosten der Bauern werden sich voraussichtlich auf die Ladenpreise auswirken. Verbraucher müssen sich auf Veränderungen im Vergleich zu den Vorjahren einstellen – die genauen Preise hängen jedoch von Erntebedingungen und Importen ab.






