Syriens Wiederaufbau beschleunigt sich durch Milliardeninvestitionen und deutsche Unterstützung
Marie SchneiderSyriens Wiederaufbau beschleunigt sich durch Milliardeninvestitionen und deutsche Unterstützung
Syriens Wiederaufbau gewinnt an Fahrt: Internationale Investitionen in Milliardenhöhe und ein erneuertes wirtschaftliches Interesse Deutschlands prägen die aktuelle Entwicklung. Innerhalb des vergangenen Jahres wurden Milliarden an Fördergeldern zugesagt, während deutsche Unternehmen und Regierungsvertreter den Ausbau von Handelsbeziehungen und Infrastruktur vorantreiben.
Seit Anfang letzten Jahres hat die staatseigene deutsche Förderbank KfW bereits 119 Millionen Euro an Zuschüssen für den Wiederaufbau Syriens bewilligt – ein Zeichen für Berlins wachsendes Engagement im Land. Gleichzeitig haben die Golfstaaten über 28 Milliarden US-Dollar für Projekte wie neue Flughäfen und ein U-Bahn-System zugesagt und damit das Ausmaß der fließenden Investitionen unterstrichen.
Laut Schätzungen der Weltbank belaufen sich die Gesamtkosten für den Wiederaufbau Syriens auf 216 Milliarden US-Dollar, wobei fast ein Drittel allein für den Wohnungsbau vorgesehen ist. Deutsche Unternehmen sichern sich bereits jetzt ihre Chancen: Der bayerische Baustoffhersteller Knauf unterzeichnete eine Absichtserklärung zum Bau eines Gipswerks, während Siemens Energy die Modernisierung des syrischen Stromnetzes prüft.
Politisch verzeichnete Syrien im Bertelsmann Transformationsindex unter 137 Ländern die größten Fortschritte bei der "politischen Transformation". Die Regierung hat zudem Währungsreformen eingeleitet, neue Banknoten eingeführt und zwei Nullen von den Scheinen gestrichen, um die Wirtschaft zu stabilisieren.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche traf den syrischen Präsidenten Ahmed al-Sharaa und äußerte sich optimistisch über eine "blühende Handelsbeziehung" zwischen beiden Ländern. Helene Rang vom Nah- und Mittelost-Verein (NUMOV) unterstützte diese Einschätzung und bezeichnete den Wiederaufbau Syriens als ein Projekt mit "enormem Potenzial" für internationale Partner.
Mit gesicherten Milliardeninvestitionen und deutschen Unternehmen, die neue Projekte erkunden, schreitet Syriens Wiederaufbau voran. Die wirtschaftlichen Reformen und die verbesserte politische Lage haben weltweit Aufmerksamkeit erregt – und ebnen den Weg für eine vertiefte Zusammenarbeit in Handel und Infrastruktur in den kommenden Jahren.






