31 March 2026, 16:03

Wirtschaftsexperte Truger warnt vor Preisschock durch Golfkonflikt und fordert Notfallplan

Plakat mit der Aufschrift "Unter Präsident Bidens Inflationsreduktionsgesetz" in schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, unterteilt in zwei Abschnitte: oben die Auswirkungen des Gesetzes diskutierend und unten visuelle Darstellungen in Blau und Grün.

Wirtschaftsexperte Truger warnt vor Preisschock durch Golfkonflikt und fordert Notfallplan

Deutschlands führender Wirtschaftsexperte, Achim Truger, warnt, dass der eskalierende Golfkonflikt einen schweren Preisschock auslösen könnte. Er drängt nun auf eine entschlossene makroökonomische Gegensteuerung, um eine neue globale Krise zu verhindern. Seine Vorschläge umfassen steuerfreie Prämien, Preisobergrenzen und Notfallfinanzierungen, um Haushalte und Unternehmen zu entlasten.

Truger fordert sofortiges Handeln, um die Folgen steigender Energiepreise abzufedern. Sein Plan sieht vor, die bereits eingeführten Preisbremsen für Gas, Öl und Strom wiederzubeleben – dabei sollen Subventionen jedoch nur den grundlegenden Verbrauch abdecken. Zudem empfiehlt er strenge Preisdeckel, um übermäßige Preistreibereien auf den Energiemärkten und in den Lieferketten zu stoppen.

Zur Finanzierung dieser Maßnahmen schlägt Truger vor, die Schuldenbremse unter Berufung auf die Notfallklausel vorübergehend auszusetzen. Dies würde gezielte, zeitlich begrenzte Hilfen ermöglichen, ohne die langfristige Staatsverschuldung zu verschärfen. Sein Argument: Ein gut konzipiertes Maßnahmenpaket könnte den Druck auf die Europäische Zentralbank verringern und so drastische Zinserhöhungen unnötig machen.

Auf EU-Ebene regt Truger die Schaffung neuer Unterstützungsinstrumente für finanziell schwächere Mitgliedstaaten an. Während der COVID-19-Pandemie hatte die EU über den Aufbau- und Resilienzfonds (ARF) 723 Milliarden Euro bereitgestellt, hinzu kamen 100 Milliarden Euro an Krediten für Kurzarbeiterprogramme im Rahmen des SURE-Instruments. Ein ähnlicher Ansatz, so Truger, könnte nun den besonders betroffenen Ländern helfen.

Darüber hinaus plädiert er für eine gemeinsame Initiative von Regierungen und Sozialpartnern, um eine Lohn-Preis-Spirale zu verhindern. Als Teil einer abgestimmten Krisenstrategie schlägt er vor, die Schuldenregeln vorübergehend auszusetzen. Sein Ziel: die Preise stabilisieren, während Einkommen und Wirtschaftstätigkeit geschützt werden.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen zielen darauf ab, die Auswirkungen explodierender Energiepreise abzumildern und einen tieferen Wirtschaftseinbruch zu vermeiden. Trugers Plan kombiniert Notfallfinanzierungen, Preiskontrollen und EU-weite Hilfen, um Haushalte und Unternehmen zu schützen. Würden diese Schritte umgesetzt, könnten sie dazu beitragen, die Märkte zu stabilisieren und den Druck auf die Zentralbanken zu verringern.

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