BASF verkauft Hydrosulfit-Sparte an Silox und baut Produktion um

Marie Schneider
Marie Schneider
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Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer Fabrik mit Arbeitern, die Maschinen bedienen, mit Säulen, Fenstern und einer Decke, und dem Text "Die Geschichte der Textilindustrie" unten.Marie Schneider

BASF verkauft Hydrosulfit-Sparte an Silox und baut Produktion um

BASF hat wichtige Hydrosulfit-Assets an Silox verkauft und markiert damit eine strategische Neuausrichtung seiner Produktion. Der Deal folgt auf die Entscheidung von BASF, die Hydrosulfit-Herstellung am Standort Ludwigshafen bis 2025 einzustellen. Silox, ein Spezialist für Reduktions- und Bleichmittel, wird durch diese Übernahme seine globale Marktpräsenz ausbauen.

Im Rahmen der Vereinbarung gehen geistiges Eigentum, Produktionsanlagen und technisches Know-how von BASF an Silox über. Zum Verkaufspaket gehören spezielle Behälter, bestimmte Fertigungsanlagen sowie damit verbundene Markenrechte. BASF hatte bereits 2023, nach Bekanntgabe des Rückzugs aus der deutschen Produktion, damit begonnen, die Hydrosulfit-Herstellung von Ludwigshafen nach Geismar (USA), Nanjing (China) und Chalampé (Frankreich) zu verlagern.

Hydrosulfite spielen eine entscheidende Rolle in Branchen wie Textil und Papier. Sie dienen als Reduktionsmittel in Färbeprozessen und als Bleichzusätze in der Zellstoffherstellung. Silox, mit über 70 Jahren Erfahrung, betreibt Standorte in Belgien, Indien und Kanada und konzentriert sich auf chemische Produkte auf Basis von Natriumhydrosulfit.

Jean-Christophe Bogaert, Geschäftsführer der Silox-Gruppe, betonte die Bedeutung des Deals. Er erklärte, dieser stärke das langfristige Engagement des Unternehmens in den Bereichen Papier und Textil. Die Übernahme verbessere zudem die Fähigkeit von Silox, hochwertige Hydrosulfite weltweit anzubieten.

BASF wird in Ludwigshafen weiterhin andere anorganische Chemikalien produzieren. Die Hydrosulfit-Produktion dort wird jedoch im Rahmen einer umfassenden Portfolio-Optimierung eingestellt. Das Unternehmen zielt darauf ab, die Kapazitäten in Asien und Nordamerika auszubauen, während die deutsche Produktion bis 2025 schrittweise beendet wird.

Die Transaktion festigt die Position von Silox als führender Anbieter von Hydrosulfit-basierten Chemikalien. BASF wird sich unterdessen auf die verbleibende Produktion anorganischer Chemikalien in Ludwigshafen konzentrieren. Die Umstellung spiegelt die laufenden Anpassungen in der globalen Fertigungsstrategie des Konzerns wider.