17 January 2026, 13:35

Connewitz vor Eskalation: Zwei gegnerische Demonstrationen am Samstag

Eine Menschenmenge steht vor dem Brandenburger Tor in Berlin, Deutschland, mit Fahnen und Plakaten in den Händen, mit einem Banner auf der rechten Seite und dem Tor mit Statuen und Säulen geschmückt unter einem bewölkten Himmel.

Demonstrationen: Linke Politiker fordern Entspannung - Connewitz vor Eskalation: Zwei gegnerische Demonstrationen am Samstag

In Leipzigs Stadtteil Connewitz steigt vor den für Samstag, den 17. Januar 2026, geplanten gegnerischen Demonstrationen die Spannung. Zwei verfeindete Lager – die pro-israelische Antifa und die pro-palästinensische Migrantifa – werden auf die Straße gehen, wobei sie völlig entgegengesetzte Positionen zum Nahostkonflikt vertreten. Behörden und politische Verantwortungsträger rufen zur Besonnenheit auf, während sich die Stadt auf eine hochgradig aufgeladene Stimmung einstellt.

Die Kundgebungen haben bereits überregionales Aufsehen erregt; Aktivist:innen aus ganz Sachsen werden erwartet. Die Polizei hat reagiert, indem sie Verstärkung aus anderen Bundesländern anfordert und verspricht, mögliche Straftaten konsequent zu verfolgen.

Führende Vertreter:innen der Linken, der sächsischen Linkspartei, haben die Demonstrant:innen aufgefordert, friedlich zu bleiben. Zwar anerkannten sie die tiefen Emotionen, die beide Seiten antreiben, betonten jedoch die Notwendigkeit von Zurückhaltung und Dialog. Die Partei bekräftigte zudem ihre Ablehnung aller Formen von Menschenfeindlichkeit, einschließlich Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus.

Die Linke unterstrich außerdem die Bedeutung, unterschiedliche Perspektiven im Rahmen einer solidarischen Debatte zu diskutieren. Diese Stellungnahme erfolgte vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über mögliche Auseinandersetzungen zwischen den beiden Gruppen.

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Die gegnerischen Demonstrationen werden am Samstag wie geplant stattfinden, während die Behörden in höchster Alarmbereitschaft sind. Polizeiverstärkungen und Appelle an ein friedliches Verhalten sollen eine Eskalation verhindern. Ob dies gelingt, hängt davon ab, ob die Demonstrant:innen die Warnungen beachten und Konfrontationen vermeiden.