17 January 2026, 14:14

Revolutionäres IMMS-Positionierungssystem gewinnt Silber bei Thüringer Zukunftspreisen

Eine Zeichnung einer Maschine mit Berechnungen, die ein Patent für eine Vorrichtung zeigt, die die Geschwindigkeit und Richtung eines Objekts misst, mit beschreibendem Text.

Revolutionäres IMMS-Positionierungssystem gewinnt Silber bei Thüringer Zukunftspreisen

Ein bahnbrechendes Positionierungssystem des IMMS wurde mit der Silbermedaille bei den Thüringer Zukunftspreisen ausgezeichnet. Die Technologie verspricht, Branchen zu revolutionieren, die auf ultrapräzise Messungen angewiesen sind – von der Nanofabrikation bis hin zu hochmodernen Medizingeräten. Mit ihrer Fähigkeit, Genauigkeiten im Subnanometerbereich zu erreichen, setzt sie neue Maßstäbe in der Präzisionstechnik.

Das am IMMS entwickelte System, das unter dem Patent „Positionierungssystem mit einer Steuerung und Verfahren zu dessen Konfiguration“ anerkannt wurde, erhielt die Auszeichnung an der Technischen Universität Ilmenau. Sein innovatives Design umfasst einen Störgrößenbeobachter, der störende Kräfte in Echtzeit erkennt und sofortige Korrekturen ermöglicht. Dieser proaktive Ansatz steigert die Präzision deutlich – selbst bei Hochgeschwindigkeitsanwendungen.

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Das Herzstück des Systems bildet ein dynamischer Beobachter, der die Steuerung durch Kompensation externer Störungen optimiert. In Kombination mit einem hochreaktiven Mehrkoordinaten-Direktantrieb erreicht es eine ultrapräzise Positionierung über große Bewegungsbereiche. Ein herausragendes Beispiel ist das 6D-Nanometer-Planarsystem, das Bewegungen im Bruchteil eines Nanometers ermöglicht. Doch die Technologie geht über die Hardware hinaus: Sie bedient den wachsenden Industriebedarf an Maschinen, die winzigste Strukturen mit bisher unerreichter Genauigkeit bearbeiten können.

Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von der Luft- und Raumfahrt – etwa lasergestützte Module für die ISS, die den Anforderungen des Weltraums gerecht werden – bis hin zur Medizin, wo sich biodegradierbare Polymerimplantate nun patientenindividuell anpassen lassen. Auch in der Quantenmesstechnik und im hochpräzisen 3D-Druck, wo Genauigkeit direkt die Leistung bestimmt, zeigt das System sein Potenzial. Ende Oktober reichte PATON das Patent beim iENA-Wettbewerb in Nürnberg ein – ein weiterer Schritt zur breiteren Anerkennung.

Mit seiner Subnanometer-Präzision, der Echtzeit-Störgrößenkompensation und dynamischen Steuerung ebnet das IMMS-Positionierungssystem den Weg für Fortschritte in Nanotechnologie und Hochpräzisionsoptik. Die Technologie ist bereit, die steigende Nachfrage nach ultrapräzisen Maschinen zu bedienen – die Silbermedaille bei den Thüringer Zukunftspreisen unterstreicht ihr Potenzial, Branchen zu verändern, die auf mikroskopische Genauigkeit angewiesen sind.