Evangelische Kirche zahlt 15.000 Euro an Überlebende sexualisierter Gewalt – ohne Beweispflicht
Regionalkirchen übernehmen EKD-Anerkennungsrichtlinien - Evangelische Kirche zahlt 15.000 Euro an Überlebende sexualisierter Gewalt – ohne Beweispflicht
Ab Anfang 2026 gilt ein neues einheitliches Regelwerk zur Anerkennung von Überlebenden sexualisierter Gewalt innerhalb der evangelischen Kirche und ihres Wohlfahrtsverbands Diakonie. Damit sollen langjährige Ungerechtigkeiten gegenüber Betroffenen in kirchlichen und diakonischen Einrichtungen behoben werden. Nach den neuen Richtlinien haben Überlebende nun Anspruch auf eine pauschale Zahlung von 15.000 Euro für Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung.
Die Leitlinien, die von den drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen und der Diakonie übernommen wurden, orientieren sich an den Empfehlungen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).
Das seit dem 1. Januar 2026 gültige Rahmenwerk sieht vor, dass die Schilderungen der Betroffenen nach Plausibilität bewertet werden – nicht nach strengen juristischen Beweisanforderungen. Diese Änderung erleichtert es Opfern, Anerkennung zu erlangen, ohne formale Beweise vorlegen zu müssen. Selbst wer bereits früher Entschädigungen erhalten hat, kann nun eine erneute Prüfung beantragen, wobei frühere Zahlungen gegebenenfalls angepasst werden.
Sieben der zehn regionalen kirchlichen und diakonischen Verbände haben die EKD-Richtlinien bereits umgesetzt, darunter die in Niedersachsen/Bremen, Hessen-Nassau sowie Rheinland-Westfalen-Lippe. In einigen ostdeutschen Bundesländern steht die Einführung Anfang 2026 jedoch noch aus. Das Verfahren ersetzt zwar keine umfassende Wiedergutmachung, dient aber als offizielle Anerkennung des erlittenen Leids.
Neben der pauschalen Zahlung von 15.000 Euro können in Einzelfällen zusätzliche, individuell angepasste Anerkennungssummen gewährt werden. Zudem ermöglicht das Regelwerk die Überprüfung historischer Fälle, um auch früheren Opfern gerecht zu werden.
Das neue System markiert einen Schritt hin zu mehr Verantwortungsübernahme innerhalb der evangelischen Kirche und der Diakonie. Betroffene haben nun klarere Wege zur Anerkennung – mit Zahlungen und Prüfmöglichkeiten selbst für lange zurückliegende Fälle. Die Umsetzung schreitet in ganz Deutschland voran, auch wenn einige Regionen die Richtlinien noch einführen müssen.
Pietro Lombardi bringt frischen Wind in Oliver Pochers Podcast-Neuauflage
Aus dem Keller direkt ins Mikrofon: Pietro Lombardi wird zu Pochers neuem Sidekick. Warum ihre Freundschaft den Podcast aufmischt – und was Sarah Engels damit zu tun hat.
Völler setzt auf Teamgeist: Deutschlands WM-Chancen 2026 im Fokus
Kann Deutschland mit Zusammenhalt und Disziplin die WM 2026 rocken? Völler glaubt fest an seine Spieler – doch Frankreich mit Mbappé wartet schon. Ein Duell der Giganten.
Berlins „Kaffee-Wette“ kämpft ums Überleben – Bezirke trotzen Verbot für Obdachlosenhilfe
Eine Welle der Solidarität gegen Bürokratie: Während die Senatskanzlei die Kaffee-Wette stoppen will, sammeln Bezirke wie Neukölln weiter – für Obdachlose, die auf jede Tasse angewiesen sind. Wer gewinnt diesen Machtkampf?
Hape Kerkeling bringt Horst Schlämmer zurück – mit scharfem Humor und Gesellschaftskritik
Mit scharfem Witz und gesellschaftlichem Tiefgang holt Kerkeling seine Kultfigur zurück. Warum Schlämmer jetzt mehr ist als nur ein Comedy-Charakter. Dabei stellt er unbequeme Fragen an Politik und Regierung – und polarisiert damit bewusst.
Berliner U-Bahn-Station wird für NBA-Spiel zu „Wagner-Platz“ umbenannt
Eine U-Bahn-Station als Basketball-Bühne: Berlin feiert seine NBA-Helden mit einer kreativen Aktion. Doch der neue Name hält nur 24 Stunden.
Chemnitz feiert mit Oulu den Start als Kulturhauptstadt Europas 2026
Ein Jahr nach Chemnitz’ eigenem Kulturhauptstadt-Jahr stärkt die Reise nach Finnland die Verbindung zu Oulu. Wie beide Städte Europa kulturell prägen wollen.
Söders Föderalismus-Reform spaltet Länder: Wer profitiert wirklich von Fusionen?
Ein radikaler Vorschlag aus München entzündet die Gemüter: Während Bayern Effizienz verspricht, fürchten andere Länder um ihre Identität. Wer hat recht – und was kommt auf uns zu?
„Extrawurst“ bringt Kerkeling und Herbst zurück – ein Sommerfest voller Chaos und Charme
Hape Kerkeling kehrt zurück, Fahri Yardım spricht über Cancel Culture – und mittendrin ein Tennisclub im Ausnahmezustand. Warum diese Komödie mehr ist als nur Klamauk.
„Tagesschau“-Moderatorin schminkt sich versehentlich live im ARD-Morgenprogramm
Ein falscher Kameraschnitt, ein fehlendes Ohrstück – und plötzlich wird das Make-up-Ritual zur Live-Panne. Warum selbst Profis wie Susanne Daubner im Fernsehen unberechenbare Momente erleben.
Tödlicher Angriff durch American Bully XL: Hund wird auf Aggression getestet
Ein Familienhund wird zum Killer – doch was passiert jetzt mit dem Tier? Behörden prüfen, ob Aggression oder Krankheit hinter dem Angriff stecken. Das Urteil fällt bald.
Vom Adelssohn zum Reality-Star: Prinz Lennarts ungewöhnlicher Weg zum Erfolg
Er hätte im Schatten seines Adels leben können – doch Lennart Karl wählte den Ruhm. Wie er aus Privilegien eine moderne Erfolgsgeschichte machte.
Sachsen plant Abschiebezentrum am Flughafen Leipzig-Halle für schnellere Rückführungen
Ein neues Haftsystem und ein zentrales Abschiebe-Terminal: Warum Minister Schuster die Menschenrechtskonvention als „absurd“ kritisiert. Doch was bedeutet das für Betroffene?