14 January 2026, 19:15

Sachsens Reformbündnis fordert radikalen Wandel für Wirtschaft und Kommunen

Ein detaillierter alter Sachsen-Plan von Deutschland, der geografische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt, mit begleitendem Text, der Informationen über die Region und ihre Einwohner liefert.

Gemeinden und Wirtschaft fordern Reformen in Sachsen - Sachsens Reformbündnis fordert radikalen Wandel für Wirtschaft und Kommunen

Neues politisches und wirtschaftliches Bündnis in Sachsen gestartet – mit klarem Ziel: umfassende Reformen vorantreiben

In Sachsen hat sich ein neues politisches und wirtschaftliches Bündnis formiert, das mit Nachdruck weitreichende Reformen anstoßen will. Die "Allianz für Reformen in Sachsen“ vereint kommunale Spitzenverbände und den Verband Sächsischer Wirtschaft (VSW) mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu stärken und die finanzielle Stabilität der Städte und Gemeinden langfristig zu sichern. Vertreter des Bündnisses haben Ministerpräsident Michael Kretschmer und sein Kabinett bereits aufgefordert, über die Umsetzung der Vorschläge in konkrete Maßnahmen zu beraten.

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Sieben zentrale Handlungsfelder hat die Allianz benannt: Bürokratieabbau, Konsolidierung der Kommunalfinanzen, Fachkräftesicherung, Bildungsreformen, Modernisierung der Energiepolitik, Infrastrukturausbau und die Beschleunigung der Digitalisierung. Die Verantwortlichen betonen, dass diese Reformen für die Zukunft Sachsens unverzichtbar seien.

Henry Graichen, Präsident des Sächsischen Städtetags, fordert eine dauerhafte Finanzausstattung der Kommunen sowie eine grundlegende Reform der Sozialleistungen. Uwe Nostitz, Chef der Handwerkskammer Sachsen, treibt die Bildungsreform voran – insbesondere den Ausbau der dualen Berufsausbildung an allen Schulformen. Die Industrie- und Handelskammern wiederum plädieren für eine stabile, technologieneutrale Energiepolitik, die faire Preise ohne dauerhafte Subventionen garantiert. Jörg Brückner, Präsident des VSW, hat konkrete Ziele gesetzt: Bis 2035 soll die Zahl der Landesbediensteten auf 80.000 sinken. Zudem strebt er einen ausgeglichenen Doppelhaushalt für 2027/2028 an – ohne neue Kredite. Bert Wendsche, Präsident des Sächsischen Städte- und Gemeindebunds, skizziert ein schlankes, digital erstarktes Sachsen, das innere Sicherheit, Bildung und Infrastruktur priorisiert.

Das Bündnis präsentiert sich als aktiver Partner der Landesregierung und signalisiert Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und die Reformen mitzugestalten. Nun liegt der Ball bei Ministerpräsident Kretschmer und seiner Regierung. Sollten die Vorschläge umgesetzt werden, könnten sie Sachsens öffentlichen Sektor, die Wirtschaft und die kommunalen Dienstleistungen in den kommenden zehn Jahren grundlegend verändern. Als nächster Schritt stehen Verhandlungen über Zeitpläne und die konkrete Ausgestaltung der Maßnahmen an.